Wie Viele Vermieter Gibt Es In Deutschland?

Wie Viele Vermieter Gibt Es In Deutschland
Wohnungsmarkt: Kleinvermieter werden nicht reich Privatvermieter besitzen fünf Mal so viele Wohnungen wie börsennotierte Großvermieter. Und die Zahl der „Amateure” steigt – obwohl bereits die Dividendenausschüttung der Unternehmen eine höhere Rendite gebracht hätte.

Kleinvermieter In Deutschland gibt es derzeit 3,9 Millionen Privatvermieter. Düsseldorf Wer sind Deutschlands Vermieter? Die börsennotierten Großvermieter & Co. mit ihren mehr als 100.000 Wohnungen stehen in der Öffentlichkeit. Aber zusammen mit Kreditinstituten, Versicherern und Fonds kommen sie nur auf 3,2 Millionen Wohnungen.

Die 3,9 Millionen Kleinvermieter haben laut Immobilienverband GdW rund fünf Mal so viele Wohnungen. Und diese Amateure werden damit nicht reich. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts IW Köln. „Das Bild des reichen Vermieters, der armen Mietern gegenübersteht, ist eher eine Ausnahme als die Regel”, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer.

Wie viele vermietete Wohnungen gibt es in Deutschland?

Knapp ein Drittel (31,2 Prozent) der insgesamt 36,9 Millionen bewohnten Wohnungen in Deutschland befindet sich im Besitz von Privatpersonen und wird auch von diesen vermietet. Mit etwa 46,5 Prozent ist lediglich der Anteil der Eigentümer, die ihre Wohnung auch selbst bewohnen, noch größer.

Sind alle Vermieter reich?

Vermieten macht nicht reich – Dennoch kommt über die Hälfte der privaten Vermieter, nämlich 53 Prozent, auf weniger als 5.000 Euro netto aus den Mieteinkünften. Nur 20 Prozent aller Vermieter knacken laut der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft die 10.000-Euro-Marke.

  1. Dennoch scheint die Anzahl an Kleinvermietern immer weiter zu wachsen.
  2. Laut der Studie sind die Hauptgründe dafür die starke Konjunktur, die ungebrochene Wohnnachfrage sowie die niedrigen Zinsen.
  3. In den Städten Köln und Düsseldorf stellen Privatvermieter sogar mehr als zwei Drittel aller vermieteten Wohnungen.

Überdurchschnittlich viele Vermieter gibt es in Baden-Württemberg. Hier liegt die Quote bei 15 Prozent. Im Osten des Landes ist diese deutlich geringer. In Sachsen-Anhalt liegt sie beispielsweise bei nur drei Prozent. Experte Ulrich Steinmetz berichtet aus erster Hand von den spannendsten Immobilien-Projekten rund um den Globus.

Wer sind die größten Vermieter in Deutschland?

Die größten Wohnungseigentümer Deutschlands Text: Matti Schenk Aus der kleinteiligen und regional sehr unterschiedlichen Eigentümerstruktur am Mietwohnungsmarkt stechen einige wenige große Eigentümer hervor. Zum Ende des dritten Quartals 2018 verfügten in Deutschland nach unserer Recherche 25 Eigentümer über Bestände von rund 30.000 Wohnungen oder mehr (siehe Tabelle „Die 25 größten Wohnungseigentümer Deutschlands”).

  1. Zusammen gehören diesen Akteuren über 1,9 Mio.
  2. Mietwohnungen.
  3. Sie halten somit etwa 8 % bis 9 % des derzeitigen Mietwohnungsbestands.
  4. Unter den 25 größten Eigentümern befinden sich lediglich neun privatwirtschaftliche Unternehmen.
  5. Allerdings gehören sieben dieser Privatunternehmen zu den zehn größten Wohnungseigentümern.

Die beiden mit Abstand größten Wohnungseigentümer in Deutschland sind Vonovia mit etwa 363.500 Wohnungen sowie Deutsche Wohnen mit rund 163.100 Wohnungen. Beide Unternehmen sind deutschlandweit aktiv und börsennotiert. Die regionalen Schwerpunkte des auf circa 400 Standorte verteilten Portfolios der Vonovia befinden sich in Berlin, Dresden und Nordrhein-Westfalen.

  1. Bei der Deutschen Wohnen befinden sich etwa 71 % der Wohnungen in Berlin.
  2. Bezogen auf den Zensus-Datenstand verfügen Vonovia und Deutsche Wohnen zusammen über circa 10 % aller Berliner Mietwohnungen.
  3. Daran gemessen gehört Vonovia in Kiel etwa ein Viertel aller Mietwohnungen, in Dresden sind es rund 15 %.

Ebenfalls mehr als 100.000 Wohnungen haben die in Nordrhein-Westfalen aktive Immobilien-AG LEG Immobilien sowie die ebenfalls auf Nordrhein-Westfalen fokussierte Wohnungsbaugesellschaft Vivawest. Bei Vonovia, der Deutschen Wohnen und der LEG Immobilien gehören der US-Finanzinvestor BlackRock und der norwegische Staatsfonds jeweils zu den größten Aktionären.

  • Hinter Vivawest stehen die RAG Stiftung, die RAG AG, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie sowie der Evonik Pensionstreuhand e.V.
  • Das einzige kommunale Unternehmen mit einer sechsstelligen Zahl an Wohnungen ist die in Hamburg tätige SAGA Unternehmensgruppe.
  • Die Bestände dieser fünf Akteure sind in Summe fast genauso groß wie die der zwanzig nächstkleineren Eigentümer.

: Die größten Wohnungseigentümer Deutschlands

Ist er Deutschlands schlimmster Vermieter?

Deutschland bleibt Europameister – zumindest, wenn es um die Kosten für Strom geht. Laut einem Medienbericht kommen auf Haushalte höhere Ausgaben zu.

Wie viel Prozent in Deutschland sind Mieter?

EU-Vergleich: Deutschland Mieterland Nummer 1 Deutschland ist das Mieterland Nummer 1 in der EU, Über die Hälfte der Bevölkerung (50,5 %) lebte hierzulande im Jahr 2021 zur Miete. Das war der höchste Wert in der EU, Deutlich niedriger lagen die Anteile unter anderem Frankreich (35,3 %), Spanien (24,2 %) oder Polen (13,2 %). Datenstand 28.9.2022. Die jeweils aktuellen Daten finden Sie in der, Weitere Daten zu sind auf der nationalen Themenseite abrufbar. : EU-Vergleich: Deutschland Mieterland Nummer 1

Wie viel Prozent der Menschen in Deutschland wohnen zur Miete?

Mehr als 70 Prozent der Ein-Personen-Haushalte in Deutschland leben weiterhin zur Miete. Mit rund 58 Prozent gilt dies ebenso für die Mehrheit der Deutschen insgesamt. Durchschnittlich müssen diese Haushalte etwas mehr als ein Viertel ihrer Nettoeinkommen für die Mietzahlungen (bruttokalt) aufbringen.

Kann man vom Vermieten leben?

Wie viel Geld muss man investieren um von Mieteinnahmen leben zu können? – Dies ist natürlich eine schwierige Frage und grundsätzlich für jeden anders zu beantworten. Gehen wir von einer durchschnittlichen Rendite von 6% auf das Immobilien Portfolio aus und einer Immobilie, die nach 30 Jahren Haltedauer abbezahlt ist. Ich möchte insgesamt 3 Scenarien miteinander vergleichen.

Scenario 1 Scenario 2 Scenario 3
Rendite p.a.% 6% 6% 6%
Investiertes Kapital 500.000,00 € 750.000,00 € 1.000.000,00 €
Kaltmiete p.a. 30.000,00 € 45.000,00 € 60.000,00 €
Kaltmiete p.m. 2.500,00 € 3.750,00 € 5.000,00 €
See also:  Wie Weit Ist Deutschland Von Der Ukraine Entfernt?

Brutto Kaltmieten pro Monat Im ersten Scenario verfügt der Investor über ein abgezahltes Immobilien Vermögen von 500.000,00 EUR. Zudem hat er dafür am Anfang seiner Investoren Karriere insgesamt 20% EK eingesetzt also 100.000,00 EUR. Außerdem hat er die Kaufnebenkosten in Höhe von 12% gezahlt sowie weitere 8% Eigenkapital zur Minderung der Darlehenshöhe eingezahlt.

Scenario 1 Scenario 2 Scenario 3
Rendite p.a.% 6% 6% 6%
Investiertes Kapital 500.000,00 € 750.000,00 € 1.000.000,00 €
Kaltmiete p.a. 30.000,00 € 45.000,00 € 60.000,00 €
Kaltmiete p.m. 2.500,00 € 3.750,00 € 5.000,00 €
Rücklage und Instandhaltung p.m. 416,67 € 625,00 € 833,33 €

Nach Abzügen durch Rücklagen Am Ende der Laufzeit und wenn die Immobilien vollständig abgezahlt wurden hat er eine monatliche Kaltmiete von 2.500,00 EUR pro Monat. Allerdings muss er von den 2.500,00 EUR auch noch die nicht umlagefähigen Nebenkosten sowie Instandhaltungsrücklagen bilden.

  1. Ich gehe immer von 1% bis 1.5% der Portfoliowerts aus.
  2. In diesem Fall also 1% von 500.000,00 EUR pro Jahr.
  3. Also muss er mit 416,67 EUR pro Monat für Instandhaltung und weitere Rücklagen sowie nicht umlagefähigen Kosten rechnen.
  4. Somit bleibt eine Kaltmiete pro Monat von 2.083,33 € über.
  5. Im letzten Schritt müssen natürlich noch Steuern bezahlt werden.

Wir gehen von einem durchschnittlichen Steuersatz von 30% (in der Rente) aus.

Scenario 1 Scenario 2 Scenario 3
Rendite p.a.% 6% 6% 6%
Investiertes Kapital 500.000,00 € 750.000,00 € 1.000.000,00 €
Kaltmiete p.a. 30.000,00 € 45.000,00 € 60.000,00 €
Kaltmiete p.m. 2.500,00 € 3.750,00 € 5.000,00 €
Rücklage und Instandhaltung p.m. 416,67 € 625,00 € 833,33 €
Kaltmiete nach Rücklagen p.m. 2.083,33 € 3.125,00 € 4.166,67 €
Steuern (30%) 625,00 € 937,50 € 1.250,00 €
Nach Steuern p.m. 1.458,33 € 2.187,50 € 2.916,67 €

Netto Einnahmen nach Rücklagen und Steuern Wir sehen also, dass es nicht ohne weiteres möglich ist von Mieteinnahmen leben zu können. Jeder der euch vorgaukelt, dass ihr mit Immobilien reich werdet und sofort in den Ruhestand gehen könnt, sollte euch also sehr skeptisch werden lassen.

Wie alt sind Vermieter?

Ungleichheit : Mein Vermieter, der kleine Mann – 13. September 2017, 18:52 Uhr Lesezeit: 1 min Wie reich sind Vermieter? Oft gar nicht so wie gedacht, zeigt eine neue Erhebung: Viele verdienen mit ihrer Immobilie weniger als 5000 Euro im Jahr. Allerdings geht es ihnen besser als Menschen ohne Wohneigentum.

Von Thomas Öchsner, Berlin Sie sind im Durchschnitt fast 60 Jahre alt, oft selbständig oder Rentner und nicht unbedingt gleich wohlhabend, nur weil sie ein Haus oder eine Wohnung vermieten: Knapp 3,9 Millionen Kleinvermieter gibt es in Deutschland. Sie stellen mit 15 Millionen Wohnungen etwa 60 Prozent aller Mietwohnungen zur Verfügung.

Dies geht aus einer Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die zwei Eigentümerverbände in Köln und Düsseldorf in Auftrag gegeben haben. Die privaten Vermieter, die nicht hauptberuflich am Wohnungsmarkt mitmischen, stammen demnach aus allen gesellschaftlichen Schichten.

Wann kann man von Mieteinnahmen leben?

Du willst dir mit Vermietern Immobilien ein zusätzliches Einkommen aufbauen? Du willst mir Immobilien vielleicht sogar die finanzielle Freiheit erreichen? Gut, aber wie viele Immobilien, oder wie viele qm vermietet Fläche, brauchst du um finanzielle Freiheit mit Immobilien zu erreichen? Um ein Jahreseinkommen von 100.000€ brutto aus Immobilien zu beziehen, musst du, je nach Lage deiner Immobilien, 500qm bis 1700qm Wohnfläche vermieten.

Welcher Vermieter ist der beste?

Deutschlands beste Vermieter: Die ADLERSHORST Baugenossenschaft eG räumt ab Ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Mieterbefragung teilgenommen haben Wir haben die “Kundenkristalle” in den Kategorien “Höchster Serviceindex”, “Bestes Image” und “Bester Neubauprozess” gewonnen – und damit in 3 von 7 für uns möglichen Kategorien! Im Dreijahresrhythmus führen wir eine (anonyme) Befragung aller unserer Mieter durch.

Bei allen drei bisher durchgeführten Befragungen, gab es eine hohe Beteiligung unserer Mieter. Wir haben uns immer schon sehr darüber gefreut, dass unsere Mieter zu einem großen Teil sehr zufrieden bei und mit uns sind. Bei der Befragung in 2017 waren 95,5 % der Mieter mit uns zufrieden oder sehr zufrieden.

In 2020 waren dies sogar 97,8 %. Durchgeführt wird diese Befragung von der Firma AktivBo, die deutschlandweit für die Immobilienwirtschaft tätig ist. Mehr als 500.000 Mieterinnen und Mieter haben an den letztjährigen Befragungen teilgenommen. AktivBo hat die Ergebnisse ausgewertet und nun die “Kundenkristalle” verliehen.

  1. Die Idee der Verleihung stammt aus Schweden, wo der Service in der Wohnungswirtschaft bereits seit Anfang der 1990er Jahre große Relevanz hat.
  2. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), zeigte sich hoch erfreut über das Abstimmungsergebnis.
  3. Wer als Verband Mitglieder wie die ADLERSHORST Baugenossenschaft eG hat, der kann sich nur glücklich schätzen.

Ich gratuliere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich. Toll gemacht!” : Deutschlands beste Vermieter: Die ADLERSHORST Baugenossenschaft eG räumt ab

Wer ist der beste Vermieter?

Vonovia ist Deutschlands unbeliebtester Vermieter – Am schlechtesten bei den Mietern schneidet ausgerechnet Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen, Vonovia ab. Die Bewohner gaben dem Unternehmen lediglich 2,21 von 5 möglichen Sternen (bei 2.182 Bewertungen).

Nur wenig besser: Adler Real Estate, Der Großvermieter landet mit 2,34 Sternen (897 Google-Bewertungen) lediglich auf dem vorletzten Platz. Von den zehn größten Wohnungsunternehmen in Deutschland sind Mieter der Howoge am zufriedensten mit ihrem Vermieter. Die Standorte des Unternehmens wurden mit durchschnittlich 3,54 von 5 möglichen Sternen bewertet (1.726 Kommentare).

Rang zwei teilen sich gleich zwei Unternehmen: TAG Immobilien (1.126 Bewertungen) und DeGeWo (lediglich 27 Bewertungen) mit jeweils 3,44 Sternen, gefolgt von der Wohnungsgesellschaft Vivavest mit 3,36 Sterne (bei 1.834 Kommentaren). Wie die zehn größten Wohnungsunternehmen Deutschlands in der Auswertung von rightmart abgeschnitten haben, zeigt ein Überblick in der folgenden Tabelle:

See also:  Wie Hoch Ist Das Durchschnittliche Nettoeinkommen In Deutschland?
Platz Wohnungsunternehmen Bewertung in Sternen Kommentare
1 Howoge 3,54 1.726
2 TAG Immobilien 3,44 1.126
DeGeWo 3,44 27
4 VIVAWEST 3,36 1.834
5 SAGA 3,34 1.804
6 GEWOBAG 3,06 350
7 Deutsche Wohnen 2,56 2.158
8 LEG 2,53 1.327
9 Adler Real Estate 2,34 897
10 Vonovia 2,21 2.182
Durchschnitt 2,98

Quelle: Pressemitteilung rightmart Rechtsanwälte Wie Viele Vermieter Gibt Es In Deutschland Wohnungsunternehmen genießen in Deutschland nicht den besten Ruf – zurecht? © photothek/Imago

Wann macht sich der Vermieter strafbar?

Verbotene Eigenmacht gegen den Mieter kann zugleich als Hausfriedensbruch strafbar sein – Der Vermieter hat also nicht nur vor Gericht den Kürzeren gezogen und damit Ansehen gegenüber dem Mieter verloren und jede Menge Kosten produziert, die nun von ihm zusätzlich zu tragen sind, sondern derjenige, der so wie hier der Vermieter agiert, riskiert auch noch ein Strafverfahren.

Was darf der Vermieter nicht fragen?

Allgemeine personenbezogene Daten – Eine Telefonnummer kann des Weiteren ebenfalls angefordert werden. Vor allem in der heutigen Zeit ist es darüber hinaus auch sinnvoll nach einer E-Mail-Adresse zu fragen. Mit diesen Daten ist es dann auch bereits möglich, einen Mietercheck durchzuführen.

  • Private Dinge, welche Personenbezug besitzen, darf man als Vermieter allerdings nicht fragen.
  • Hierzu zählen zum Beispiel Fragen nach dem Familienstand, Schwangerschaft oder nach Krankheiten.
  • Diese Dinge betreffen die höchst private Sphäre und sollten daher nicht erfragt werden, letztendlich sind sie für die Vermietung aber auch nicht weiter von Belang.

Von besonderer Relevanz ist aber, wie viele Personen in die Wohnung einziehen. Vor allem die Vorauszahlungen der Nebenkosten werden häufig nach einem Personenschlüssel berechnet. Hier muss der Interessent Auskunft geben.

Was darf der Vermieter was nicht?

10 Fragen 10 Antworten: Was der Vermieter darf – und was nicht!? 1) Darf der Vermieter eine Staffelmiete verlangen? Bei Vereinbarung einer Staffelmiete erhöht sich die Miete nach bestimmten Zeiträumen automatisch um einen festgelegten Betrag. Der Vermieter darf diese nur verlangen, wenn er die Staffelmiete bereits im Mietvertrag ausdrücklich mit dem Mieter vereinbart hat.

Die Vereinbarung muss auch wirksam sein. Hierbei sind diverse Formalien zu beachten. Gemäß § 557a BGB muss die Miete immer mindestens ein ganzes Jahr unverändert bleiben. Die Höhe der Miete oder der Erhöhungsbetrag müssen für jede geplante Erhöhung konkret ausgewiesen werden. In der Praxis werden hier häufig Formfehler gemacht.

Ist die Vereinbarung formal unwirksam, bleibt es bei der anfänglichen Höhe der Miete.2) Darf der Vermieter Kaution und Bürgschaft verlangen? Ob und welche Mietsicherheiten Vermieter und Mieter im Mietvertrag vereinbaren, bleibt ihnen überlassen. Kaution und Bürgschaft sind grundsätzlich beide zulässig.

  • Der Vermieter darf nur die Mietsicherheit verlangen, die im Mietvertrag wirksam vereinbart wurde.
  • Gemäß § 551 Abs.1 BGB darf die Mietsicherheit höchstens das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Miete ohne Betriebskostenvorauszahlungen (bzw.
  • Pauschale für Betriebskosten) betragen.
  • Fazit: Vereinbarungen, die insgesamt die gesetzlich zulässige Höhe überschreiten, sind unwirksam.

Der Mieter kann in diesen Fällen die Vereinbarung unterzeichnen und später die Leistung der Mietsicherheit verweigern beziehungsweise die bereits geleistete Mietsicherheit im laufenden Mietverhältnis zurückverlangen.3) Darf der Vermieter einen Schlüssel der vermieteten Wohnung behalten? Nein, der Vermieter muss dem Mieter sämtliche existierenden Schlüssel der Wohnung übergeben.

Er hat auch kein Recht, nachträglich einen Schlüssel zurückzufordern, zum Beispiel wenn der Mieter längere Zeit verreist. In solchen Fällen muss der Mieter allerdings dafür sorgen, dass bei begründeten Notfällen Dritte auf Verlangen Zutritt zur Wohnung gewähren können. Es empfiehlt sich deshalb, einen Schlüssel für die eigene Wohnung bei einem Nachbarn oder Bekannten zu deponieren.

Informieren Sie den Vermieter hierüber und geben Sie ihm die Kontaktdaten Ihrer Vertrauensperson.4) Darf der Vermieter in die vermietete Wohnung? Es gibt kein gesetzliches Besichtigungsrecht. Der Vermieter darf die Wohnung ohne Zustimmung des Mieters nur in absoluten Notfällen wie bei Wohnungsbränden oder Rohrbrüchen betreten.

Ansonsten muss er zunächst die Zustimmung des Mieters verlangen. Auch eine Klausel im Mietvertrag, die dem Vermieter eine jederzeitige Besichtigung ohne konkreten Anlass gestattet, ist unwirksam. Der Vermieter darf den Zutritt verlangen, wenn er einen konkreten und berechtigten Grund hat. Den Termin sollte er in der Praxis 10 bis 14 Tage vorher mit Ihnen vereinbaren.

Das gilt zum Beispiel bei der anstehenden Ablesung der Messgeräte (Heizung, Strom, Wasser, Gas), bei notwendigen Reparaturmaßnahmen, zur Erforschung von Schadensursachen, aber auch dann, wenn der Vermieter Kaufinteressenten oder möglichen Nachmietern die Wohnung zeigen will.

  • Ein unberechtigtes Zutrittsverlangen darf der Mieter ablehnen.
  • Dabei ist Vorsicht geboten.
  • Verweigert der Mieter zu Unrecht den Zutritt, kann dies eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses durch den Vermieter begründen.5) Darf der Vermieter Haustiere verbieten? Auch hier kommt es auf die Regeln im Mietvertrag an.

Pauschale Verbote aller Arten von Haustieren sind allerdings auch im Mietvertrag unwirksam. Kleintiere, von denen keinerlei Belästigungen anderer Mieter oder Gefahren für die Mietsache ausgehen, darf der Mieter in angemessener Zahl ohne Genehmigung des Vermieters halten.

See also:  Wie Viel Kostet 1 M3 Gas In Deutschland?

Daher sind Zierfische und Hamster in der Regel unproblematisch. Bei Ratten und lärmenden Kanarienvögeln kann dies schon wieder anders aussehen. Wilde oder gar gefährliche Tiere bedürfen in jedem Fall der Erlaubnis. Problematischer ist die Rechtslage bei Katzen und Hunden. Hier sollte vorab die Zustimmung des Vermieters eingeholt und bei entsprechender Verweigerung zunächst die Rechtslage geprüft werden.6) Darf der Vermieter Wäschetrocknen in der Wohnung verbieten? Hier ist rechtlich noch vieles ungeklärt.

Solange dadurch keine Gefahren für die Mietsache (Schimmelpilzbildung, Feuchtigkeitsschäden) ausgehen, darf der Vermieter dies wohl nicht verbieten. Ein pauschales Verbot im Mietvertrag wird in der Regel unwirksam sein. Das gilt jedenfalls dann, wenn der Vermieter dem Mieter keine anderen Möglichkeiten zur Trocknung der Wäsche bereitstellt.

Als Mieter sollten Sie allerdings immer Alternativen in Betracht ziehen, da wegen der zunehmenden und häufig nicht fachgerecht ausgeführten Isolierungsmaßnahmen zur Wärmedämmung die Gefahr von Schimmelpilzbildung und damit von gesundheitlichen Beeinträchtigungen besteht.7) Darf Ihnen der Vermieter den Strom abstellen? Eine Versorgungssperre ist im laufenden Mietverhältnis regelmäßig unzulässig.

Der Vermieter muss dem Mieter während des Mietverhältnisses die Mietsache zu Verfügung stellen und diese im vertraglich geschuldeten Zustand halten. Dazu gehört regelmäßig auch die Bereitstellung von Versorgungsleistungen wie Strom, Wasser oder auch Heizung.

Der Vermieter darf diese Leistungen daher nicht einfach unterbrechen. Das gilt selbst dann, wenn der Mieter seinen eigenen Verpflichtungen (Zahlung der Miete oder der Nebenkosten) nicht oder nur unvollständig nachkommt. Auch im bereits beendeten Mietverhältnis darf der Vermieter, von Ausnahmefällen abgesehen, nicht einfach die Versorgung beenden, zum Beispiel um den Mieter aus der Wohnung zu drängen.8) Darf der Vermieter dem Mieter einfach so kündigen und ihn rauswerfen? Mieter von Wohnraum sind gesetzlich sehr gut geschützt.

Der Vermieter braucht für eine wirksame Kündigung einen gesetzlich zulässigen Kündigungsgrund. In der Praxis am häufigsten ist sicher die Kündigung wegen Mietrückstands oder anderen schweren Vertragsverstößen des Mieters (zum Beispiel unerlaubte Untervermietung, Beleidigung des Vermieters, unerlaubte Zutrittsverweigerung usw.).

Der sich vertragstreu verhaltende Mieter muss vor allem die Eigenbedarfskündigung fürchten. Wer als Mieter eine Kündigung erhält, sollte diese zunächst rechtlich überprüfen lassen. Aber unabhängig davon, ob die Kündigung wirksam ist oder nicht: Der Vermieter darf den Mieter niemals einfach so vor die Tür setzen.

Hierfür benötigt er einen Räumungstitel, den er nur nach vorheriger Räumungsklage vor dem Amtsgericht erhält. Eigenmächtige Inbesitznahmen durch den Vermieter sind regelmäßig Straftaten (Hausfriedensbruch) und müssen vom Mieter nicht geduldet werden.9) Darf der Vermieter eine Renovierung verlangen? Grundsätzlich nur dann, wenn die Durchführung von Schönheitsreparaturen im Mietvertrag wirksam vereinbart wurde.

Angesichts der sehr strengen Vorgaben des Bundesgerichtshofs zu solchen Vereinbarungen besteht eine Verpflichtung nur noch im Ausnahmefall. Vereinbarungen, die starre Fristen für die Vornahme der Schönheitsreparaturen (feste Intervalle) oder konkrete Ausführungsbestimmungen (zum Beispiel Raufasertapete, weiß gestrichen) vorsehen, führen dazu, dass der Mieter nicht renovieren muss.

Gleiches gilt, wenn die Wohnung ursprünglich vom Vermieter unrenoviert übergeben wurde beziehungsweise der Mieter keine adäquate Gegenleistung für die Vornahme der Schönheitsreparaturen erhalten hat. Eine Renovierung kann aber ausnahmsweise dann geschuldet sein, wenn der Mieter die Mietsache stark beschädigt hat.10) Darf der Vermieter die Kaution einbehalten? Während des laufenden Mietverhältnisses nur dann, wenn die Kaution wirksam vereinbart wurde.

  • Wenn das Mietverhältnis beendet ist, muss der Vermieter die Kaution und die erzielten Zinsen nach Ablauf eines angemessenen Prüfungszeitraums zunächst abrechnen.
  • Die Länge des Prüfungszeitraums ist umstritten Ein Monat nach Rückgabe der Mietsache ist in der Regel ausreichend.
  • Die Pflicht zur Abrechnung bedeutet aber nicht, dass der Vermieter die gesamte Kaution damit sofort zurückzahlen muss.

Er darf mit eigenen Forderungen (Mietrückständen, Schadenersatz usw.) aufrechnen und Einbehalte in angemessener Höhe für künftig noch zu erwartende Forderungen (üblicherweise aus noch folgenden Betriebskostenabrechnungen) vornehmen. Die Höhe der Einbehalte muss allerdings realistisch sein.

Was ist ein privater Vermieter?

Mietkontinuität wichtiger als höhere Mieteinnahmen – Solche Vermieter tragen dazu bei, wenn es auf dem angespannten Wohnungsmarkt nicht “zum Äußersten” kommt. Tatsächlich sind die rund vier Millionen privater Vermieter hierzulande eine beachtliche Größe.

  • Ihnen gehören rund 15 Millionen Mietwohnungen.
  • Das entspricht 60 Prozent des vermieteten Wohnungsbestandes.
  • Rein statistisch gesehen ist es also wahrscheinlicher, bei der Wohnungssuche an einen privaten Vermieter zu geraten als an einen gewerblichen.
  • Das ist natürlich ein Durchschnittswert.
  • Ein privater Vermieter als Vertragspartner muss kein Nachteil sein.

Zwar orientieren diese sich bei Mietforderungen auch am Marktpreisniveau, doch es kommt durchaus vor, dass nicht alles gefordert wird, was der Mietspiegel hergibt. Vor allem bei Mieterhöhungen sind private Vermieter oft zurückhaltender als gewerbsmäßige Vermieter.

Dahinter steht in vielen Fällen der Wunsch nach Mietkontinuität. Private Vermieter sind häufiger an zeitlich stabilen Mietverhältnissen interessiert und möchten sich nicht dauernd auf Mietersuche begeben. Oft lebt man auch mit dem Mieter “unter einem Dach” und will die gute Beziehung nicht durch drastische Mietpreissteigerungen gefährden.

Erst wenn die Wohnung neu vermietet wird, wird dann wieder der Anschluss an den Marktpreis gesucht. Vor allem bei Mieterhöhungen sind private Vermieter oft zurückhaltender als gewerbsmäßige Vermieter.”