Wie Viel Benzin Wird Taglich In Deutschland Getankt?

Wie Viel Benzin Wird Taglich In Deutschland Getankt
Täglich werden 121 Millionen Liter Diesel verbraucht WIESBADEN – Im Jahr 2016 wurden in Deutschland täglich durchschnittlich 121 Millionen Liter Dieselkraftstoff abgesetzt, der einen großen Anteil an den Belastungen durch Stickoxide beiträgt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Energiesteuerstatistik weiter mitteilt, ist der Absatz von Dieselkraftstoff zwischen 1999 (93 Millionen Liter) und 2016 um 30 % angestiegen.

  1. Dagegen ging der tägliche Benzinabsatz seit 1999 von 112 Millionen Litern um 41 % auf 66 Millionen Liter zurück.
  2. Durch diese Entwicklung hat sich der Anteil von Diesel am Kraftstoffabsatz insgesamt zwischen 1999 und 2016 von 45 % auf den neuen Rekordwert von 65 % erhöht.
  3. Nicht berücksichtigt wird dabei der so genannte Tanktourismus, also der Kraftstoffeinkauf jenseits der Grenzen Deutschlands.

Einer der Gründe für die verstärkte Nachfrage von Dieselkraftstoff und somit von entsprechenden Fahrzeugen, dürfte der Steuervorteil für diese Kraftstoffart sein. Die Steuer liegt seit 2007 für einen Liter bleifreies Benzin bei rund 0,65 Euro, wogegen die Steuer für einen Liter Dieselkraftstoff 0,47 Euro beträgt.

Wie viel Benzin wird in Deutschland verbraucht?

In 2022 wurden in Deutschland 52,2 Mio. Tonnen Kraftstoff verbraucht. Neben Dieselkraftstoff mit 62,3% und Ottokraftstoff mit 31,1% lag der Anteil biogener Kraftstoffe bei 5,9 Prozent – bezogen auf den Energiegehalt. Biodiesel bleibt mit 2,5 Mio. Tonnen der wichtigste Biokraftstoff in Deutschland.

  1. Er wird als Reinkraftstoff und vor allem über die Beimischung zu normalem Diesel genutzt.
  2. Pflanzenölkraftstoff fand ausschließlich als Reinkraftstoff in angepassten Motoren Verwendung, während Bioethanol nahezu vollständig über die Beimischung zu Ottokraftstoff vertrieben wurde.
  3. Der Bioethanolabsatz in Deutschland blieb in 2022 bei ca.1,2 Mio.t.

Erstveröffentlichung 2019

Wie viel Liter Benzin werden im Jahr in Deutschland getankt?

Kraftstoffverbrauch des Straßenverkehrs in Deutschland – Der Kraftstoffverbrauch wird im Diagramm in Petajoule (PJ) angegeben. So können die Kraftstoffe Benzin („Ottokraftstoff”) und Diesel in einer Abbildung dargestellt werden, obwohl sie eine unterschiedliche Energiedichte aufweisen.

  1. Bei den Pkw steigt die Menge des verbrauchten Dieselkraftstoffes, im gleichen Maße geht der Benzinverbrauch zurück.
  2. Heute sind fast nur noch Ottomotoren mit geregeltem Katalysator (G-Kat) unterwegs.
  3. Fast ein Drittel des Kraftstoffs wird für Lkw-Transporte verbraucht.
  4. Ausgedrückt in Tonnen wurden im Jahr 2016 in Deutschland 16,9 Mill.

t Benzin und 32,9 Mill. t Diesel verbraucht. Das sind etwa 228.000.000 Hektoliter Benzin und 403.000.000 Hektoliter Diesel.

Wie viele Liter tankt man?

Was muss ich beim Tankvolumen beachten? – Das Tankvolumen bezieht sich auf die Menge Benzin, die in den Tank passt. Allerdings bedeutet ein großer Tank nicht unbedingt eine größere Reichweite. Denn dabei kommt es darauf an, wie sparsam das Auto im Kraftstoffverbrauch ist.

  • Im Durchschnitt fasst der Kraftstofftank 55-70 Liter Benzin, aber aufgrund des geringeren Kraftstoffverbrauchs kleinerer Motoren besteht die Tendenz, das Tankvolumen zu reduzieren.
  • Das ist konsequent, denn ein Auto mit kleinem Hubraum braucht viel weniger Kraftstoff, um 500 km zurückzulegen.
  • Außerdem steigt die Effizienz des Kraftstoffs selbst durch die Erhöhung der Oktanzahl und die Nutzung verschiedener Ergänzungsstoffe, was ebenfalls zu Einsparungen und einer Verringerung des Tankvolumens führt.

Ein Geländewagen zum Beispiel verbraucht deutlich mehr Kraftstoff, sodass der Tank geräumiger sein sollte.

Wie viel Kraftstoff verbraucht?

Wie kannst Du den Benzinverbrauch berechnen? – Die klassische Methode, den Benzinverbrauch eines Autos zu berechnen, ist relativ einfach: Zunächst wird vollgetankt. Nach einer längeren Strecke wird der Tank wieder vollgetankt. Die getankten Liter werden mit den gefahrenen Kilometern verrechnet.

Wie viel Gewinn pro Liter Benzin?

Eigene Preisbildung für Benzin und Diesel – Die Basis bilden dabei die Preise für die eigentlichen Kraftstoffe. Vom Rohölpreis kann man zunächst nicht direkt auf die Höhe der Preise für Produkte wie Benzin und Diesel schließen. Denn Rohöl muss zunächst in Raffinerien in seine sogenannten Fraktionen aufgespalten werden.

  • Der Anteil der einzelnen Fraktionen bestimmt je nach Ölsorte dann die Ausbeute der einzelnen Produkte.
  • So kann beispielsweise aus der Benzin-Fraktion nicht ohne Weiteres Diesel hergestellt werden und umgekehrt.
  • Nach der Raffinierung werden die einzelnen Produkte an den Rohstoffbörsen gehandelt.
  • Für Diesel und Heizöl, die sich chemisch sehr ähnlich sind, ist beispielsweise der Preis der Vorprodukts Gasöl entscheidend.

Darüber hinaus schlagen die Ölkonzerne noch ihre Gewinnmarge für den Betrieb der Tankstellen auf. Diese lag nach Berechnungen des Bundesverbands Freier Tankstellen im Jahr 2019 im Schnitt bei rund elf bis zwölf Cent je Liter.

Wie viel Öl kommt auf 1 Liter Benzin?

Ein Liter Treibstoff entstand aus 23 Tonnen Pflanzen In einem Liter Benzin steckt eine Pflanzenmasse von rund 23 Tonnen, die über Millionen von Jahren hinweg durch Druck und Hitze zu Erdöl wurde. Das hat ein Wissenschaftler der Universität von Utah ausgerechnet.

  1. Seine Berechnungen präsentiert er im Fachmagazin Climatic Change (Bd.61, November 2003).
  2. Seit dem Jahr 1751 zu Beginn der industriellen Revolution hat die Menschheit so viele verbraucht, wie in 13.300 Jahren auf der gesamten Erde an Pflanzenmasse nachwachsen.
  3. Zu diesem Ergebnis kommt Jeff Duke bei der Berechnung des in Kohle, Erdgas und Erdöl enthaltenen Kohlenstoffs.

Bei der Bildung dieser Brennstoffe aus Pflanzenmasse ging viel vom ursprünglich vorhandenen pflanzlichen Kohlenstoff verloren: So endete nur etwas weniger als ein Zehntausendstel des Kohlenstoffs aus den pflanzlichen Ablagerungen als Erdöl. Für die Herstellung von Benzin macht Duke folgende Rechnung auf: Um einen Liter Benzin herzustellen, benötigt man etwa 1,3 Kilogramm Erdöl.

  1. Dieses besteht zu 85 Prozent aus Kohlenstoff, 1,3 Kilogramm Erdöl enthalten also 1,1 Kilogramm Kohlenstoff.
  2. Da nur etwas weniger als ein Zehntausendstel des Kohlenstoffs der ursprünglichen Pflanzen später im Erdöl landet, stehen ungefähr 11,8 Tonnen pflanzlichen Kohlenstoffs den 1,1 Kilo Kohlenstoff im Erdöl gegenüber.
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Pflanzen bestehen wiederum etwa zur Hälfte aus Kohlenstoff. Ein Liter Benzin entsteht also aus ursprünglich rund 23 Tonnen Pflanzenmasse. Fossile Brennstoffe könnten als Lagerstätten von Sonnenergie betrachtet werden, die durch in nutzbare Biomasse umgewandelt wurde, so Duke.

Wie schwer ist ein Liter Benzin?

Die Dichte bei 15°C liegt für unverbleite Ottokraftstoffe nach DIN EN 228 bei 720 bis 775 kg/m³, für Diesel nach DIN EN 590 bei 820 bis 845 kg/m³. Somit wiegt ein Liter Benzin zwischen 720 g und 775 g, ein Liter Diesel zwischen 820 g und 845 g.

Wie lange wird es noch Benzin Autos geben?

Verbrenner-Verbot: Aus für Benziner und Diesel In der EU dürfen ab 2035 keine neuen Benziner oder Diesel mehr zugelassen werden © iStock.com/Luckyraccoon In der EU dürfen ab 2035 keine neuen, mit fossilem Diesel oder Benzin betankten Pkw mehr neu zugelassen werden. Eine Ausnahme vom Verbrenner-Verbot soll es für E-Fuels geben.

Streit um E-Fuels beigelegt: EU will neue Fahrzeugklasse schaffen Ersatzteile für Verbrenner bleiben verfügbar Gebrauchte Diesel und Benziner und der Bestand sind nicht betroffen

Runter mit dem CO₂-Ausstoß: Das hat Folgen für fast jeden Lebens- und Wirtschaftsbereich, auch für den Verkehrssektor, So trägt in Deutschland schon heute die zur CO₂-Minderung durch schnellere Flottenerneuerung bei. Oder die Pflicht für Mineralölunternehmen, von Jahr zu Jahr mehr CO₂ einzusparen, indem sie eine auf den Markt bringen.

Wird Benzin wieder billiger 2023?

Benzinpreisprognose: Wie geht es nach dem Tankrabatt weiter? – Ende August fällt der Tankrabatt weg. Dass die Preise an den Zapfsäulen dann wieder steigen werden, darin sind sich die Experten einig. Die Frage ist nur, wie hoch die Preissteigerung ausfallen wird. Laut einem Bericht von Focus online könnte es ab 1. September drei Szenarien geben:

  1. Diesel und Benzin kratzen leicht an der 2-Euro-Grenze, aber steigen nicht über 2,10 Euro.
  2. Der Preis für einen Liter Diesel steigt deutlich auf über 2,10 Euro, der für Benzin auf über 2,15 Euro. Damit wäre Diesel wieder günstiger als Benzin.
  3. Der Preis für Diesel steigt auf über 2,10 Euro, Benzin auf über 2,20 Euro.

Szenario 1 könnte eintreten, weil der Ölpreis seit Juli leicht gesunken ist. Das heißt aber nicht, dass Szenario 2 unrealistisch ist, denn die unsichere Lage macht konkrete Prognosen unmöglich. Lediglich von einer deutlichen Preissteigerung über 2,20 Euro, wie in Szenario 3 beschrieben, gehen Experten aufgrund des gesunkenen Rohölpreises nicht aus.

  • Spritpreis-Entwicklung: Was bringt die Freigabe der Ölreserven? Um dem extremen Preisanstieg von Rohöl entgegenzuwirken, wollte die Bundesregierung Anfang März einen Teil der nationalen Ölreserven freigegeben.
  • Auch international sollten insgesamt 60 Millionen Barrel Rohöl freigegeben werden, die Hälfte allein durch die USA.

Die nationalen Ölreserven sind generell dazu gedacht, in Krisensituationen Preissteigerungen abzufangen und Engpässe zu überbrücken. Aber sorgt diese Maßnahme dafür, dass die Kraftstoffpreise sinken? Das hänge von der freigegebenen Menge sowie der Reaktion des Marktes ab, sagen Experten.

Allein die deutschen Ölreserven könnten die Entwicklung nicht bremsen, eine internationale Aktion könnte sich aber prinzipiell günstig auf die Preise auswirken. Zusammenfassend sieht die Benzinpreis-Prognose für die nächste Zeit nicht besonders gut aus. Nach Wegfall des Tankrabatts werden die Preise wohl wieder anziehen.

Es gibt jedoch momentan weltweit viele Entwicklungen, die die Spritpreise in die ein oder andere Richtung beeinflussen können. Das macht eine verlässliche Vorhersage schwierig. Man hat es schon geahnt: Ein großer Teil des Spritpreises sind Steuern und Abgaben.

  • Zum einen ist das die Energiesteuer, früher Mineralölsteuer genannt.
  • Diese Steuer wird im Rahmen des Tankrabatts noch bis Ende August gesenkt.
  • Sie beträgt normalerweise 65,45 Cent pro Liter Super-Benzin und 47,04 Cent pro Liter Diesel.
  • Hinzu kommt der Erdölbevorratungsbeitrag, kurz EBB, der bei Benzin und Diesel 0,356 Cent pro Liter ausmacht.

Zum anderen kommt auch bei Sprit die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf den Verkaufspreis hinzu. Aber das ist noch nicht alles: Auch die CO2-Abgabe treibt die Spritpreise nach oben. Diese wurde 2021 eingeführt und wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Wie Viel Benzin Wird Taglich In Deutschland Getankt So setzt sich der Benzinpreis und der Dieselpreis zusammen Darüber hinaus gibt es noch weitere Punkte, die die Benzinpreise beeinflussen können. Dazu gehören:

  • Der aktuelle Rohölpreis
  • Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt
  • Weltweite Konflikte wie aktuell der Krieg in der Ukraine
  • Kosten für den Transport zur Zapfsäule sowie Lagerhaltung, Vertrieb, Weiterverarbeitung und Gewinn der Mineralölkonzerne
  • Der aktuelle Dollarkurs, da Benzin fast ausschließlich in Dollars gehandelt wird
  • Wettbewerb zwischen den Tankstellenbetreibern
  • Tagesverlauf: Laut einer Auswertung des ADAC ist Tanken morgens am teuersten. Um 7 Uhr erreicht der Peis seinen Höhepunkt. Anschließend fällt er und steigt nach 9 Uhr wieder an. Über den Tag verteilt gibt es weitere Preisspitzen. Regelmäßig am niedrigsten liegen die Preise zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr.

* Rechenbeispiel für: Smart FORTWO COUPE 0.9 (HSN: 1313, TSN: EGF), eigenfinanziert, Erstzulassung 2019, Kaufjahr: 2019, Zulassung in PLZ: 26802 (Moormerland), Fahrleistung: 5.000 km/Jahr, Nutzung: ausschließlich privat, Halter: VN, Fahrer: VN (Geb.01.01.1975/Führerschein seit 30 Jahren) und weiterer Fahrer (Geb.01.01.1971/Führerschein seit 30 Jahren), Angestellter, Hauseigentum, Abstellplatz: Tiefgarage, Lebensgemeinschaft, SF-Klasse KH: SF 33, Selbstbeteiligung TK: 300 €, keine Vorschäden, Dauer beim Vorversicherer länger als 5 Jahre, Zahlweise: jährlich Bankeinzug, Werkstattbindung, Versicherungsbeginn: 07.01.2023, Tarif inkl.

Teilkasko, Produktlinie Klassik. Die Ausweisung der 8,30 Euro pro Monat bezieht sich auf die errechnete Jahresprämie von 99,60 Euro, welche auf 12 Monate heruntergebrochen wurde. Stand: 2023 Am 1. Januar 2022 ist die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe von 25 auf 30 Euro gestiegen. Das wirkt sich auf Benzin- und Dieselpreise aus.

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Der ADAC prognostiziert dadurch im Vergleich zu 2021 einen Preisanstieg für Benzin von circa 1,4 Cent pro Liter und für Diesel um 1,5 Cent pro Liter. Die CO2-Abgabe wird bis 2025 schrittweise angehoben und beträgt dann 55 Euro pro Tonne CO2. Dadurch soll durch die CO2-Bepreisung der Liter Benzin im Jahr 2023 nochmal um 1,4 Cent, 2024 um 2,8 und 2025 um 2,4 Cent teurer werden.

  1. Für Diesel betragen die Preissprünge 1,5 Cent, 3 Cent und noch einmal 3 Cent.
  2. Die CO2-Abgabe sorgt also insgesamt von Ende 2020 bis 2025 für eine Preissteigerung von 15 Cent pro Liter Benzin und 17 Cent pro Liter Diesel.
  3. Die Benzinpreisentwicklung können Autofahrer nicht aufhalten, aber sie können durch die Wahl der Tankstelle und des Zeitpunkts sowie durch ihr Fahrverhalten Geld sparen.

Wie Autofahrer spritsparend und damit, haben wir in unserem Ratgeber-Artikel zusammengefasst. Und so können Autofahrer an der Zapfsäule sparen:

  1. Zum richtigen Zeitpunkt tanken: Laut ADAC kostet es morgens am meisten. Am niedrigsten sind die Preise zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr.
  2. Dort tanken, wo es am billigsten ist: Auch die Tankstellen stehen in ständiger Konkurrenz zueinander. Wenn Autofahrer immer die günstigste Tankstelle anfahren, können sie so den Preis positiv beeinflussen.
  3. Preisvergleich-Seiten nutzen : Auf Seiten wie clever-tanken.de, mehr-tanken.de oder über die Kraftstoffpreis-Suche des ADAC finden Autofahrer die günstigste Zapfsäule in ihrer Umgebung.

Tipp: Wie viel eine E-Auto-Ladung im Vergleich zum Sprit kostet und wie teuer ein E-Auto im Vergleich zu Verbrennern insgesamt ist, erfahren Sie in unserem Artikel: Eine Versicherung die sich lohnt

Ist Diesel knapp in Deutschland?

Fragen und Antworten – Ein Diesel-Pkw war früher beim Kauf meist teurer – dafür sparten Vielfahrer beim Tanken. So war das früher. Seit vielen Monaten ist alles anders – auch in Karlsruhe. Und das dürfte erst einmal so bleiben. Besser dran, wer Benzin tanken kann: Denn Diesel ist seit Monaten teurer als Ottokraftstoffe. Dabei dürfte es aus mehreren Gründen auch bleiben. Foto: Sven Hoppe/dpa Jahrzehntelang war Diesel günstiger als Benzin – das änderte sich mit Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und den Folgen. Mehr zum Thema Autofahrerinnen und Autofahrer dürften offenbar weiterhin mehr für Diesel bezahlen müssen als für Benzin. Unser Autor Dirk Neubauer zählt die Gründe dafür auf.2022 gilt als bislang teuerstes Tank-Jahr in Deutschland. Wie hoch waren die Preise? Der Verbraucherinformationsdienst „Clever Tanken” nennt für den Liter Super E10 im Jahresmittel 1,8645 Euro – das sind 34 Cent mehr als 2021.

Der Liter Diesel kostete im Jahresschnitt 1,9522 Euro und somit 57 Cent mehr als im Vorjahr. Der ADAC kommt auf ähnliche Werte. Die Energiesteuer macht bei Superbenzin 65,5 Cent pro Liter aus, bei Diesel sind es aber nur rund 47 Cent. Warum ist Dieselkraftstoff dennoch seit Monaten teurer als Otto-Kraftstoff? Es liegt an den Verwerfungen durch den Ukraine-Krieg.

Viele Unternehmen sind dazu übergegangen, Heizöl statt Gas einzusetzen – Diesel und Heizöl sind nahezu identisch. Das treibt die Nachfrage nach dem sogenannten Mitteldestillat. „Zudem war es im Winter schon immer so, dass der Dieselpreis nah an den Benzinpreis herangekommen ist, weil aus dem Rohprodukt viel Heizöl hergestellt wurde”, sagt Alexa Sinz, Pressesprecherin des ADAC Nordbaden.

  • Diesel konkurriert also mit Heizöl, korrekt? „Ja”, sagt auch Alexander von Gersdorff, Pressesprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes en2x.
  • Was von einem mehr produziert wird, kann vom anderen nur weniger produziert werden.” Der Absatz von leichtem Heizöl stieg im vergangenen Jahr um rund 14 Prozent, auch da viele Betriebe Erdgas substituierten, teilt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) mit.

Was viele nicht wissen: Sehr viel Diesel wird aus Russland importiert. Warum eigentlich? Während Deutschland bei Benzin als Selbstversorger gilt, „ist Diesel generell knapp auf dem deutschen und europäischen Markt”, sagt von Gersdorff. So kamen im November 42 Prozent des importierten Diesels aus Russland nach Deutschland.

  • Im November 2021 lag der entsprechende Importanteil laut von Gersdorff bei 23 Prozent.
  • Das hat etwas mit den deutschen Raffinerien zu tun, richtig? Der dort produzierte Diesel reicht nach Angaben des en2x-Sprechers nur für etwa die Hälfte des deutschen Bedarfs.
  • Aus Rohöl entstehen verschiedene Produkte, der Dieselanteil lässt sich nicht mal eben schnell oder gar unbegrenzt erhöhen.

Bei technischen Änderungen in Raffinerien handelt es sich um Millioneninvestitionen. Die Zahl der Diesel-Pkw nimmt allerdings ab – nicht gerade ein Grund für die Branche, Entscheidungen für eine höhere Dieselproduktion zu treffen. Wie sieht es bei der MiRO in Karlsruhe, Deutschlands größter Raffinerie, aus? Auch die ist eine sogenannte „Benzin-Raffinerie”.

Nicht zuletzt aufgrund des größten Investitionspakets in ihrer Geschichte im Jahr 2021 kann sie nun technisch etwas mehr Mitteldestillat – Basis für Diesel und leichtes Heizöl – herstellen, aber eben auch nur begrenzt. Da Diesel und leichtes Heizöl aus dem gleichen Ausgangsstoff „hergestellt werden, geht ein Mehr des einen Produktes automatisch zu Lasten des anderen Produktes”, betont MiRO-Pressesprecherin Yvonne Schönemann.

Wie viele Millionen Tonnen Diesel, leichtes Heizöl und Benzin hat die MiRO im vergangenen Jahr hergestellt? 4,74 Millionen Tonnen waren es bei Benzin; 4,09 Millionen Tonnen beim Diesel und 2,33 Millionen Tonnen beim Heizöl – jeweils deutlich mehr als in dem von der Corona-Krise geprägten Jahr 2021.

  • Die Benzin-Diesel-Schere war im Dezember vergangenen Jahres den siebten Monat in Folge umgekehrt.
  • Bleibt das so? Früher war es so: Ein Auto mit Dieselmotor war meist teurer als eines mit Benzinmotor.
  • Auch die Kfz-Steuer war und ist höher.
  • Im Umkehrschluss war Dieselkraftstoff günstiger als Benzin.
  • Jetzt ist das Dieselfahren gerade für Pendler extrem teuer”, sagt Alexa Sinz.
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„Unserer Meinung nach gibt es Spielraum, dass Diesel günstiger wird und wir hoffen, dass die Entspannung mit dem Ende der Heizsaison kommt.” Warum sieht das der Lobbyverband der Mineralölwirtschaft anders? Alexander von Gersdorff erinnert zum einen an die laufenden hohen Bestellungen der Industrie, die Heizöl und Diesel permanent brauche.

  • Zum anderen verbietet die EU ab 5.
  • Februar den Diesel-Import aus Russland.
  • Was heißt das? Eine Preisprognose ist von Gersdorff nicht zu entlocken.
  • Er sagt aber: „Es wird zu machen sein, dass es auch nach dem Embargo noch genug Diesel geben wird.
  • Aber es wird nicht einfacher.” Dies zumal alle in der Europäischen Union vor dem gleichen Problem stünden.

Und der Staat? Der hat die für 2023 geplante weitere Erhöhung der Kohlendioxid-Abgabe für Sprit um ein Jahr verschoben, was positiv für Autofahrer sei, so der ADAC. Der Preis pro ausgestoßener Tonne CO 2 liegt also weiterhin bei 30 Euro. Ab Anfang 2024 soll dann ein Preis von 35 Euro gelten, was umgerechnet zu einem Aufschlag auf den Liter Benzin beziehungsweise Diesel von rund 1,5 Cent führt.

  1. Die Branche blickt auch nach China, warum? Weil China eine Nation mit einem enorm hohen Ölverbrauch ist.
  2. Als die strikten Corona-Maßnahmen gelockert wurden, ergaben sich höhere Ölpreisnotierungen, so der Infodienst „Clever Tanken”.
  3. Doch die erneuten Corona-Infektionswellen in der Volksrepublik könnten die Nachfrage wieder dämpfen.

Was können Dieselfahrer tun? Einen speziellen Tipp hat ADAC-Sprecherin Sinz nicht parat. Sie rät generell, eher spätabends zu tanken, etwa zwischen 20 und 22 Uhr. Dann sei Sprit oft relativ günstig. Die erstbeste Tankstelle sei zudem nicht immer die günstigste.

Und wie lässt sich der Sprit-Verbrauch reduzieren? Indem man beispielsweise das Auto stehen lässt, wenn man nur zum Bäcker um die Ecke muss. „Aber so handelt die Mehrzahl”, sagt Sinz. „Die Fahrleistung nimmt ab.” Persönlich habe sie auf der Autobahn festgestellt, dass weniger Schnellfahrer als früher unterwegs seien.

„Es gibt sehr viele Fahrzeuge, in denen der Tempomat auf 120 oder 130 Stundenkilometer eingestellt ist.” Beim Blick auf ihr Display sehen die Autofahrerinnen und -fahrer, dass sie weniger Sprit verbrauchen als bei höherem Tempo.

Warum kostet Benzin in Deutschland so viel?

3. Mehrwertsteuer: Der Staat verdient mit an hohen Spritpreisen – Wie auf fast alle Produkte für Endverbraucher fällt auch auf Kraftstoffe Mehrwertsteuer an. Die Mehrwertsteuer, die juristisch meist Umsatzsteuer genannt wird, beträgt bekanntermaßen 19 Prozent (regulärer Satz) und wurde im Laufe der Jahre einige Male erhöht – das letzte Mal 2007 (von 16 auf 19 Prozent).2020 galt wegen der Coronapandemie zur Entlastung der Bürger vorübergehend wieder der alte Satz von 16 Prozent.

Da sich die Mehrwertsteuer prozentual vom Warenpreis plus CO₂-Abgabe und Energiesteuer berechnet, nimmt der Staat mit höheren Spritpreisen mehr Geld pro Liter Kraftstoff ein. In dem Fall der Mehrwertsteuer profitiert der Staat sozusagen von steigenden Benzinpreisen. Die aktuelle Mehrwertsteuer mit einem Satz von 19 Prozent macht rund 16 Prozent vom gesamten Benzinpreis aus.

Das kann etwas verwirrend sein, weil 16 Prozent dem alten Mehrwertsteuersatz entspricht. Falls Dich die Mathematik dahinter interessiert: Der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent wird vom Nettopreis ausgehend aufgeschlagen (zum Beispiel 1,68 € Nettopreis plus 19% = 2,00 € Spritpreis an der Tankstelle).

Wie viel kostet 1 Liter Benzin in Deutschland heute?

Wie setzt sich der Benzinpreis bzw. Dieselpreis eigentlich zusammen? – Grundlage für die Höhe des Sprit­preises sind die Produkt­kosten für das Rohöl, die Kosten der Mineral­öl­konzerne und auch der Gewinn der Konzerne. Hinzu kommt die Energie­steuer (früher Mineral­öl­steuer) sowie die Mehrwertsteuer.

Während die Kosten für das Rohöl und die Kosten der Mineralöl­konzerne wirt­schaft­lich bedingt schwanken, bleibt die Energie­steuer pro Liter Benzin bzw. Diesel gleich. Hinzu kommt die Mehrwert­steuer, die auf die Summe aus den genannten Kosten und der Energie­steuer berechnet wird. Die Energiesteuer beträgt für Benzin 65,45 Cent pro Liter und für Diesel 47,04 Cent pro Liter.

Die Mehrwert­steuer für Sprit liegt in Deutschland bei 19%. Die Zusammensetzung des Benzinpreises bzw. Dieselpreises sehen Sie hier an zwei Beispielen – erstellt unter Verwendung tages­aktueller Preise: Rechenbeispiel für Benzin: Ein Liter Super E5 kostet in Deutschland aktuell im Durch­schnitt 1,89 €.

Kosten für Produkt / Mineralölkonzerne: 0,93 €Energiesteuer: 0,65 €Mehrwertsteuer: 0,30 € Steueranteil: 50,6 %

Rechenbeispiel für Diesel: Ein Liter Diesel kostet in Deutschland aktuell im Durch­schnitt 1,70 €. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

Kosten für Produkt / Mineralölkonzerne: 0,96 €Energiesteuer: 0,47 €Mehrwertsteuer: 0,27 € Steueranteil: 43,6 %

Bitte beachten Sie, dass die Euro-Beträge hier zur besseren Über­sicht­lich­keit auf zwei Nach­komma­stellen gerundet wurden. Die Berechnung der Beträge hingegen wurde mit den exakten Werten durchgeführt. Wie man an dem hohen Steuer­anteil im Sprit­preis erkennen kann, verdient der Staat bei jedem Liter verkauftem Benzin bzw. Bitte geben Sie uns ein kurzes Feedback & bewerten diese Seite! Total nutzlos! Nicht besonders gut. Ist ganz okay, Gute Seite! Super, sehr gute Seite! Aktuelle Bewertung: 4,8 (8 Abstimmungsergebnisse)