Wie Lange Dauert Ein Antrag Beim Jobcenter?

Der Bürgergeld-Antrag ist für viele Menschen die letzte Option, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Lange Bearbeitungszeiten in Jobcentern können die Notlage da schnell enorm verschärfen. Auch wenn es in der Regel deutlich schneller geht: Per Gesetz haben Jobcenter bis zu sechs Monate Zeit, um über einen Antrag zu entscheiden.

Wann wird das Geld vom Jobcenter überwiesen?

Wann Sie Ihr Geld erhalten – Sie erhalten Ihr Bürgergeld in der Regel am ersten Werktag eines Monats für diesen Monat auf das von Ihnen angegebene Bankkonto. Sie müssen nicht selbst Kontoinhaberin oder Kontoinhaber sein.

Wie lange gilt ein Bewilligungsbescheid vom Jobcenter?

Wonach richtet sich die Länge des Bewilligungszeitraumes? – Normalerweise bewilligt das Jobcenter Ihnen Bürgergeld für ein Jahr. Wenn Sie danach immer noch die Voraussetzungen erfüllen und einen Folgeantrag stellen, bekommen Sie noch einmal Leistungen für ein Jahr und so weiter.

Was kann man tun wenn das Jobcenter nicht reagiert?

Erst selbst nachfragen – Man sollte der Behörde eine Frist von mindestens einer Woche setzen, damit das Anliegen bearbeitet wird, rät der Anwalt. Es ist ratsam zugleich auf eine mögliche Untätigkeitsklage hinzuweisen, wenn die Bearbeitung nicht erfolgte.

Wurde dann immer noch nicht über den Antrag entschieden, sollte tatsächlich eine Klage beim Sozialgericht eingereicht werden. “Sofern eine Verwaltungsentscheidung längere Zeit ausbleibt, besteht also die Möglichkeit zur kostenfreien Untätigkeitsklage nach § 88 SGG. Sollte ein Bescheid sechs Monate nach Beantragung von Leistungen noch nicht vorliegen, so kann eine Untätigkeits- klage beim Sozialgericht erhoben werden (§ 88 Abs.1 SGG)”, sagt der Experte.

Steht hingegen ein Bescheid auf ihren Widerspruch (Widerspruchs- bescheid) aus, kann bereits nach einer Frist von drei Monaten die Untätigkeitsklage erhoben werden (§ 88 Abs.2 SGG). Mit einer solchen Klage wird das Jobcenter dazu gezwungen, über den Fall zu entscheiden.

Wie beantrage ich einen Vorschuss beim Jobcenter?

Voraussetzungen für den Bürgergeld-Vorschuss – Unter welchen Voraussetzungen muss vom Jobcenter ein Vorschuss auf die reguläre Bürgergeld Auszahlung geleistet werden? Es gibt nur drei Anspruchsvoraussetzungen für den Vorschuss auf Bürgergeld. Diese lauten: – Anspruch auf Bürgergeld besteht dem Grunde nach, also: Hilfebedüftigkeit, Erwerbsfähigkeit und Antrag liegen vor – Ermittlung der genauen Bürgergeld-Höhe dauert voraussichtlich längere Zeit – Antrag auf Vorschuss liegt vor Wichtig ist also, dass neben dem regulären Antrag auf Bürgergeld ein separater Antrag auf den Vorschuss gestellt wird.

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Warum zahlt Jobcenter kein Strom?

Wer zahlt den Strom bei Hartz 4? – Wie Lange Dauert Ein Antrag Beim Jobcenter Müssen Hartz-4-Empfänger den Strom selbst bezahlen? Personen, die keiner Arbeit nachkommen, soll es in Deutschland trotzdem er­möglicht werden, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht, Hierzu gehört unter anderem ein Dach über dem Kopf, Nahrung und Kleidung.

So übernimmt das Jobcenter für Leistungsberechtigte, die Arbeitslosengeld II (kurz ALG II) – umgangssprachlich auch Hartz IV genannt – beziehen, beispielsweise die Kosten für Wohnung und Heizung, Diese Miet- und Heizkosten werden meist vollständig bezahlt, In der Regel wird das Geld zunächst zusätzlich zum Regelsatz an den Hartz-4-Empfänger ausgezahlt, der die fällige Summe dann an den Vermieter zu überweisen hat.

In Ausnahme­fällen kann jedoch auch angeordnet werden, dass die Summe direkt an den Vermieter oder einen anderen Empfangsberechtigten gezahlt wird. In einer Wohnung fallen jedoch nicht nur Kosten für die Heizung an. So benötigen Hartz-4-Empfänger auch Strom, um elektrische Geräte, wie eine Waschmaschine oder einen Staubsauger, betreiben zu können,

  1. Wie in Deutschland die Übernahme der Strom­kosten von Hartz-4-Empfängern geregelt ist, können Sie dem folgenden Ratgeber entnehmen.
  2. Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden laut § 22 des Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen – also komplett – anerkannt und übernommen, sofern diese angemessen sind.

Wie verhält sich dies aber bei elektrischer Energie? Zahlt das Jobcenter auch den Strom für Hartz-IV-Empfänger? Wie Lange Dauert Ein Antrag Beim Jobcenter Bei Hartz 4 werden die Stromkosten nicht pauschal übernommen. Im Gegensatz zu den Ausgaben für Miete und Heizung, werden für Hartz-4-Empfänger die Stromkosten nicht vom Jobcenter getragen, Stattdessen müssen Leistungsbezieher die anfallenden Rechnungen aus dem Regelsatz bezahlen,

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Warum zahlt das Jobcenter keinen Strom?

Zahlt das Jobcenter den Strom für Hartz-IV-Empfänger? – Jein! Die Kosten für elektrische Energie sind als „Haushaltsenergie” im Hartz-IV-Regelbedarf enthalten. Im Gegensatz zu den Ausgaben für Miete und Heizung werden für Hartz-IV-Empfänger die Stromkosten nicht automatisch vom Jobcenter bezahlt.

Kann Jobcenter rückwirkend Miete zahlen?

Miete bei Leistungsbeginn – Das Grundsatzurteil – Hierzu hat das BSG in seinem Urteil vom 07. Mai 2009 – AZ B 14 AS 13/08 R – folgenden Leitsatz erstellt: Leistungen für Unterkunft und Heizung sind ab Antragstellung anteilig auch dann zu erbringen, wenn die Miete für den laufenden Monat bereits vor der Antragstellung gezahlt wurde.

Dadurch herrscht für alle Leistungsberechtigten, die davon betroffenen sind, Rechtssicherheit. Die Leistungen für die Miete incl. aller Heiz-und Nebenkosten sind ggfs. auch rückwirkend ab dem Tag der Antragstellung durch das zuständige JobCenter zu übernehmen und entsprechend auszuzahlen. Die ausführliche Begründung enthält die Randnummer 19 des Urteils: Auch die Leistungen für Unterkunft und Heizung nach § 22 SGB II unterfallen dem Anwendungsbereich des § 41 SGB II.

Jedenfalls die regelmäßig in monatlich gleichbleibenden Beträgen entstehenden Kosten der Unterkunft wie die Miete begründen einen monatsweise zu berechnenden Bedarf, der nach § 41 Abs 1 Satz 3 SGB II anteilig berücksichtigt werden kann (vgl auch LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 27.

  1. Februar 2009 – L 12 AS 3990/08).
  2. Einer Aufteilung auf Kalendertage steht insbesondere nicht entgegen, dass es sich bei den Leistungen nach § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II nicht um pauschale, sondern am tatsächlichen Bedarf orientierte Leistungen handelt.
  3. Nach § 41 Abs 1 Satz 3 SGB II werden Leistungen anteilig erbracht, soweit sie nicht für einen vollen Monat zustehen.
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Der Monat wird nach § 41 Abs 1 Satz 2 SGB II mit 30 Tagen berechnet. Bei einem Anspruch nur für einen Teil des Monats sollen nach dem gesetzlichen Konzept des § 41 Abs 1 SGB II sowohl Bedarf als auch Einkommen zunächst monatsweise einander gegenüber gestellt und dann in entsprechende Teilbeträge umgerechnet werden.

Wie zahlt das Jobcenter rückwirkend?

Unabhängig davon, ob jemand grundsätzlich Anspruch auf Arbeits­lo­sengeld II (Hartz IV) hat, muss er es beantragen. Versäumt man den Antrag, hat man keine Möglichkeit, den Anspruch rückwirkend geltend zu machen. Gezahlt wird immer erst ab Antrag, so das Sozial­gericht in Mainz am 1.

Dezember 2016 (AZ: S 10 AS 816/15). Daher rät die Deutsche Anwalt­auskunft, unbedingt daran zu denken, den Antrag zu stellen. Laufe ein Bewilli­gungs­zeitraum aus, müsse rechtzeitig der weitere Bezug beantragt werden. Der Kläger erhält seit 2013 Ar beitslo­sengeld II ( Hartz IV ) vom Jobcenter. Die Leistungen werden jeweils für einen bestimmten Zeitraum bewilligt,

Vor Ablauf des Bewilli­gungs­zeitraums schickt das Jobcenter dem Mann ein neues Antrags­formular. Es weist dabei auf die Notwen­digkeit des Antrags hin. Auch als die Leistungen Ende Dezember 2014 ausliefen, schickte das Jobcenter dem Mann im Vorfeld Anfang November erneut ein Antrags­formular zu.

Kann Hartz 4 auch samstags kommen?

Wertstellung im April – Beim Wertstellungstag handelt es sich um den Tag, an dem das Geld auf Ihrem Konto gutgeschrieben wird. Den Tag der Wertstellung legt das Jobcenter im Zuge der Überweisung fest. Auf diese Art wird gewährleistet, dass das Geld pünktlich bei Ihnen ankommen. Es kommt aber auch nicht vor dem Monatsersten auf Ihrem Konto an.